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BERLINER STADTEROTIKER - SLUTWALK FOREVER

 

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 ©Westerdorf, Steinach & nacktiv.de

 

Am 13. August 2011 war ich dabei beim Berliner Slutwalk. Ich freue mich über die Wiederauferstehung der Frauenbewegung. Latzhosentragende und männerfeindliche Emanzen sind Geschichte. Die neue Frau ist selbstbewusst und sexy. Wir brauchen uns für unsere Weiblichkeit nicht zu schämen. Emanzipation bedeutet nicht mehr, alles tun zu müssen und zu dürfen, was Männer auch machen. Wir brauchen auch nicht mehr gegen möglicherweise frauenverachtende Pornografie zu Felde ziehen. Wir haben keine Pornografie unter dem Kleid. Aber wir wollen unsere Weiblichkeit in ein neues Licht rücken. Weg von patriarchalen kapitalen Verwertungsinteressen. Wir wollen unsere eigene weibliche Körperlichkeit leben. Wir wollen dem patriarchalen Wahn Paroli bieten, dass Körper und Haut zeigen "Verfügbarkeit" bedeutet. Deshalb laden wir euch ein: Macht mit beim SLUTWALK FOREVER in Berlin.

Wenn ich mich sexy kleide oder wenn ich nackt bin: ich bin trotzdem kein Freiwild. Mein Körper gehört mir. Egal wie ich mich kleide. Niemand darf uns Frauen eine Mitschuld geben bei sexuellen Übergriffen und sexueller Gewalt. Egal ob es da einen Tanga unter dem Kleidchen gibt oder gar nix. Egal ob wir nackt rumlaufen oder in der Burka. Das Statement eines kanadischen Polizeibeamten im Januar 2011 in Toronto löste weltweit feministische Proteste aus: "Frauen sollten vermeiden, sich als Schlampen (Sluts) zu kleiden, um nicht zu Opfern zu werden."

Mehr oder weniger offen wird damit die Verantwortung für sexuelle Übergriffe den Frauen unter den Minirock geschoben. Eine sexuell übergriffige Täterschaft wird nach dem Motto bagatellisiert: "Ja wenn dem armen Mann so viel Haut gezeigt wurde, da kann Mann doch verstehen, dass er da zugreifen musste." Frauen müssen sich zunehmend vor Gerichten für ihre Kleidung rechtfertigen. In Großbritannien musste ein Mädchen im Prozess ihren Tanga vorzeigen, den sie bei der Vergewaltigung anhatte. Es wird nach dem Alkoholkonsum gefragt und was das Opfer denn an dem Tatort zu suchen gehabt hätte. Wenn sogar ein Ex-Generalstaatsanwalt verkündet, er würde seiner eigenen Tochter im Falle einer Vergewaltigung von einer Anzeige abraten, ist es an der Zeit für Protest. Ich lasse mir nicht vorschreiben, wie ich mich zu kleiden habe. Deswegen war ich dabei beim Slutwalk 2011 in Berlin. Aber EIN Slutwalk ist KEIN Slutwalk. Wir propagieren den SLUTWALK FOREVER. Wir pochen auf unser Recht auf erotisches Outfit. Wir demonstrieren für unsere körperliche Unantastbarkeit. Täglich. Soweit es die Temperaturen zulassen. Durch schabernackte Events und freche Aktionen der mutigen Lebensfreude. Wir wollen durch Kunst und Kultur, durch Events und Performances das Erotische ins urbane Umfeld transportieren. Durch Nachstellen von erotischen Gemälden wie zum Beispiel das Frühstück im Grünen von Manet, durch öffentliches Bodypainting oder durch nackte Rikschafahrten. Aber auch Indoor möchten wir kulturelles Leben subversiv bereichern und der Öffentlichkeit und insbesondere Männern augenfällig machen, dass unser Aufzug keine Einladung zum Sex ist. Durch Besuche erotischer Veranstaltungen oder Shows - nackt oder in transparenten Kleidern.

Die Termine zu unseren Events geben wir in einem Newsletter bekannt. Frauen und Paare, die ernsthaft an unseren SLUTWALKS FOREVER Interesse haben, können hier unseren Infobrief bestellen.

 

Yma-Love

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 ©Manuel Laval

 

 

 

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